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Was kostet ein Hausnotruf und wer übernimmt die Kosten?

Die Kosten für einen Hausnotruf variieren je nach Anbieter und dem Wohnort des Nutzers. Zusätzlich können Senioren mit einem Pflegegrad die Kosten für den Hausnotruf durch die Unterstützung ihrer Pflegekasse reduzieren. Die erstmaligen Aufwendungen für die Installation und den Anschluss des Hausnotrufs belaufen sich in der Regel auf einen Betrag zwischen 10 und 50 Euro.

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Was kostet ein Hausnotrufsystem? Die Kosten für einen Hausnotruf können je nach Anbieter, den gewählten Leistungen und zusätzlichen Funktionen variieren. Hier sind einige Aspekte, die die Kosten beeinflussen können: 

Grundgebühr:
Viele Anbieter erheben eine monatliche Grundgebühr für die Bereitstellung des Hausnotrufdienstes. Diese Gebühr deckt oft die Nutzung der Infrastruktur, den Kundenservice und die Notrufzentrale ab. 

Installation:
Einige Anbieter verlangen eine einmalige Installationsgebühr für das Einrichten des Hausnotrufsystems in der Wohnung des Nutzers. Andere bieten möglicherweise kostenlose Installation als Teil ihres Servicepakets an. 

Gerätekosten:
Die Kosten für das eigentliche Hausnotrufgerät können in den Gesamtkosten enthalten sein oder separat berechnet werden. Einige Anbieter vermieten die Geräte möglicherweise anstelle des Verkaufs. 

Zusätzliche Funktionen:
Wenn der Hausnotrufdienst zusätzliche Funktionen wie automatische Notfallerkennung, GPS-Ortung oder erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten bietet, können sich die Kosten erhöhen. 

Notfallreaktion:
Einige Anbieter berechnen möglicherweise zusätzliche Gebühren für den Einsatz von Rettungsdiensten im Notfall. 

Vertragslaufzeit:
Die Laufzeit des Vertrags kann die Kosten beeinflussen. Langfristige Verträge haben möglicherweise niedrigere monatliche Gebühren, während kurzfristige Verträge flexibler sind, aber eventuell höhere monatliche Kosten verursachen. 

Zusätzliche Dienstleistungen:
Einige Anbieter bieten zusätzliche Dienstleistungen wie regelmäßige Gesundheitsüberprüfungen, Medikamentenmanagement oder Telefonanrufe an. Diese können die Gesamtkosten beeinflussen.

Welche Zuschüsse gibt? Die Verfügbarkeit von Zuschüssen für Hausnotrufsysteme kann je nach Land und Region unterschiedlich sein. Hier sind einige Beispiele für potenzielle Unterstützungsquellen: 

Pflegeversicherung:
In einigen Ländern bieten Pflegeversicherungen Zuschüsse für bestimmte unterstützende Technologien, einschließlich Hausnotrufsysteme. Prüfen Sie die Richtlinien und Bedingungen Ihrer Pflegeversicherung. Die Pflegeversicherung in Deutschland bietet einen Zuschuss von 25,50 Euro (Stand November 2023) an.


Sozialhilfe und Wohngeld:
Unter Umständen können Sie finanzielle Unterstützung durch staatliche Sozialhilfe- oder Wohngeldprogramme erhalten. Dies hängt von den jeweiligen Regelungen Ihres Landes ab. 

Kommunale oder regionale Programme:
 Manche Kommunen oder Regionen bieten spezielle Programme oder Zuschüsse für ältere Menschen oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen an. Informieren Sie sich bei den örtlichen Sozialdiensten über solche Möglichkeiten. 


Behindertenverbände und -organisationen:
 Einige Organisationen, die sich auf die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen konzentrieren, bieten möglicherweise finanzielle Hilfe oder Zuschüsse für notwendige Hilfsmittel wie Hausnotrufsysteme an. 


Wohltätigkeitsorganisationen: 
Es gibt gemeinnützige Organisationen, die sich auf die Unterstützung älterer Menschen oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen konzentrieren. Diese Organisationen können finanzielle Unterstützung oder Zuschüsse anbieten. 


Kranken- und Rentenversicherungen: 
In einigen Ländern bieten auch Kranken- oder Rentenversicherungen bestimmte Leistungen oder Zuschüsse für unterstützende Technologien an. Klären Sie dies mit Ihrer Versicherung ab. Angelehnt an eine Pflegestufe können hier auch Unterstützungen durch die Kasse gegeben sein.


Steuerliche Absetzbarkeit: 
Prüfen Sie, ob die Kosten für ein Hausnotrufsystem steuerlich absetzbar sind. In einigen Ländern können Gesundheitskosten unter bestimmten Bedingungen als steuermindernde Ausgaben gelten.


Es ist wichtig, sich direkt an die entsprechenden Behörden, Versicherungsträger oder gemeinnützigen Organisationen zu wenden, um genaue Informationen zu erhalten und festzustellen, ob Sie für finanzielle Unterstützung oder Zuschüsse in Frage kommen. Ein Gespräch mit einem Sozialarbeiter oder Berater kann ebenfalls hilfreich sein, um die besten Optionen für Ihre individuelle Situation zu ermitteln.

Hausnotruf für Menschen mit Pflegegrad In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, wird der Pflegegrad als Maßstab für die Einstufung des Unterstützungsbedarfs von Pflegebedürftigen verwendet. Der Pflegegrad wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) in Deutschland beurteilt. Der Pflegegrad gibt an, inwieweit eine Person auf Hilfe und Pflege angewiesen ist. Die Einstufung erfolgt anhand eines Punktesystems, das verschiedene Aspekte des täglichen Lebens und der Pflegebedürftigkeit berücksichtigt. 

Der Pflegebedürftige muss Minimum Pflegegrad 1 besetzen, die meiste Zeit des Tages alleine sein, keine Hilfe über Telefon anfordern und wird von der Pflegekasse anerkannt, dann können die Kosten gedeckt werden.

In Bezug auf den Hausnotruf können Pflegebedürftige mit einem höheren Pflegegrad oft von bestimmten Vorteilen profitieren:

Finanzielle Unterstützung:
In einigen Fällen übernehmen die Pflegekassen oder Pflegeversicherungen einen Teil der Kosten für den Hausnotruf, insbesondere wenn dieser für die Sicherheit und das Wohlbefinden des Pflegebedürftigen notwendig ist. Die genauen Bedingungen können je nach Pflegegrad und Versicherung variieren. 


Pflegehilfsmittel:

In Deutschland haben Pflegebedürftige Anspruch auf Pflegehilfsmittel, die von der Pflegekasse finanziert werden. Der Hausnotruf kann unter bestimmten Bedingungen als Pflegehilfsmittel eingestuft werden. 


Höhere Förderung bei höherem Pflegegrad:
Menschen mit höherem Pflegegrad haben oft einen höheren Unterstützungsbedarf, und daher kann die Pflegekasse dazu neigen, eine höhere finanzielle Unterstützung für notwendige Hilfsmittel wie den Hausnotruf bereitzustellen.


Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Leistungen und Bedingungen je nach Land, Region und individueller Pflegesituation unterschiedlich sein können. Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person einen Hausnotruf in Erwägung ziehen und einen Pflegegrad haben, empfiehlt es sich, direkt mit der Pflegekasse oder einem Pflegeberater Kontakt aufzunehmen. Dort können Sie Informationen zu den spezifischen Leistungen und finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten erhalten, die für Ihren Pflegegrad gelten.

Fazit

Die genauen Kosten können stark variieren, aber im Allgemeinen können Sie mit monatlichen Gebühren von etwa 20 bis 50 Euro rechnen, abhängig von den oben genannten Faktoren. Es ist wichtig, die Vertragsbedingungen sorgfältig zu prüfen und alle Kosten im Voraus zu verstehen, um Überraschungen zu vermeiden. Einige Anbieter bieten möglicherweise auch staatliche oder gemeinnützige Unterstützung an, um die Kosten zu reduzieren.

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